Selbst wenn du groß träumst, träumst du immer noch zu klein

Heute kam dieser Satz zu mir. Ein Satz, der genau das zusammenfasst, was mich in den letzten Wochen beschäftigt.

Selbst wenn du groß träumst, träumst du immer noch zu klein.

Jeffrey Kastenmüller

Ich habe angefangen, groß zu träumen. So groß, dass ich vielen noch nicht einmal von meinen Träumen erzähle, weil ich genau weiß, dass sie mir sagen, dass das zu groß ist. Und doch weiß ich genau, dass ich damit noch nicht einmal annähernd das volle Potenzial meiner Träume erreicht habe.

Warum genau träumen wir klein? Warum träumen wir zu klein? Woher kommen die Angst, der Zweifel, dass man zu groß träumen könnte? Und wie viel Potenzial geht uns damit eigentlich verloren?

Am Anfang ist alles groß

Wir kommen auf diese Welt und haben so Lust auf dieses Leben. Wir wollen entdecken, wir wollen lernen, wir wollen alles ausprobieren. Ohne irgendetwas zu wissen, haben wir noch alles vor uns. Wir sind wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Neugierig auf all die Erfahrungen, die auf uns warten. So fangen wir an, alles zu entdecken und finden unendlich viele spannende Sachen vor uns. Wir lernen neue Fähigkeiten und sammeln Erfahrungen. Das Leben ist eine Mischung aus Entdeckungsreise und Abenteuer.

Am Anfang unseres Lebens wird jeder noch so kleine Erfolg von uns gefeiert. Sobald wir etwas Neues gelernt haben, bekommen wir Lob von unseren Eltern. Das erste bewusste Lächeln, die ersten Schritte, die ersten Worte. Es gibt jede Menge positives Feedback und genau das feuert uns an, weiter zu machen. Wir sind motiviert, uns weiter zu entwickeln, wollen weiterhin diese Welt entdecken und alles haben.

Aber neben all dem positiven Feedback lernen wir auch das Wörtchen “Nein” kennen. Wir lernen, was wir alles nicht dürfen. Und sicherlich, ist das in der ein oder anderen Situation berechtigt, aber oftmals lernen wir dadurch auch, uns klein zu machen. Wir lernen, dass wur unsere neuen großen Fähigkeiten einschränken müssen. 

Vorbei ist das Lob fürs Kinderlachen, für die ersten Vorwärtsbewegungen oder die ersten Worte. Lachs nicht so laut. Und renn mal bitte nicht weg. Kannst du leiser sprechen? Oder sprich gar nicht, wenn die Erwachsenen reden.

Für die Fähigkeiten, für die wir noch vor kurzem gefeiert wurden, werden uns jetzt Regeln auferlegt, die uns vorschreiben, wie wir uns verhalten sollen. Du kennst diese Regeln. Schau sie dir mal an. Ist da eine Regel dabei, die dich größer macht? Eine Regel, die dich fördert? Die dich über dich hinauswachsen lässt?

Wir sind in einem System gefangen, dass uns beibringt, uns klein zu machen. Ein System, dass uns beibringt, dass wir alles andere als groß sein. Denn wenn du groß träumst, zeigst du allen anderen unbewusst, dass auch sie groß träumen können, wenn sie nur die volle Verantwortung für ihr Leben übernehmen und den Mut haben, dies umzusetzen. Aber das wäre mit Aufwand verbunden, also unterdrücken wir uns lieber gegenseitig anstatt die Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Anstatts die Verantwortung für uns und unsere Träume zu übernehmen, suchen wir Schuldige, warum wir nicht groß sein können. Und wir sind alle Teil dieses Systems und helfen dabei, dass es immer weiter fortbesteht. Wir merken gar nicht, wie verrückt es ist, dass wir uns alle gegenseitig klein halten anstatt uns gegenseitig helfen zu wachsen.

Die Schule als Teil des System.
Die Schule als Teil des System.

Kleinhalten dank gelernter Glaubenssätze

Diese gelernten Regeln werden zu Glaubenssätze. Wenn wir hören “Lach nicht”, lernen wir den Glaubenssatz “Das Leben darf keinen Spaß machen.” Wenn wir hören “Renn nicht” oder “Nicht da lang”, lernen wir den Glaubenssatz “Dein Weg und dein Tempo ist falsch”. Wenn wir hören “Sprich leise.” “Sprich nicht, wenn Erwachsene sprechen” lernen wir den Glaubenssatz “Was du sagst, ist nicht wichtig.” Wenn wir hören “Sei brav”, “Das tut man nicht” oder “Verhalte dich unauffällig” lernen wir den Glaubenssatz “Dein Verhalten ist nicht richtig.” Wenn wir hören “Das kannst du nicht”, “Das lernst du eh nicht”, “Das ist Zeitverschwendung dir das beizubringen” lernen wir den Glaubenssatz “Ich bin nicht gut genug.”

Dieses System geht weiter und weiter. Das Kind will Astronaut werden? Am Anfang ist das ja noch ein toller Berufswunsch. Aber wie lange dauert es, bis du deinem Kind erklärst, dass es total unrealistisch ist, weil es dafür viel zu wenig Arbeitsplätze gibt? Und eigentlich ist das Kind ja eh nicht gut genug. Also soll es doch bitte aufhören zu träumen und stattdessen einen sicheren Beruf ausüben.

In der Schule lernen wir Mathe, Deutsch, Physik, Chemie und all die vielen Fächer. Und natürlich ist Allgemeinbildung wichtig. Sie ist uns so wichtig, dass wir den Kindern in jedem einzelnen Fach eine Note geben. Unabhängig davon, wo die Stärken und Schwächen des Kindes sind. Wo steht persönliche Weiterentwicklung, Glück, Liebe und all diese wichtigen Punkte auf dem Lehrplan? Nirgends, denn es könnte ja sein, dass dann jemand mehr will, als wir in unseren Leben haben.

Aber auch in der Erwachsenenwelt sind Glaubenssätze gang und gebe. Schau dir eine Frauenzeitschrift an. “Du musst schlank sein”, “Du musst das machen, dass er dich liebt”, “Deine Haare müssen so aussehen und das musst du tragen” oder “Das darfst du essen und verzichte auf jenes”. Wir sind so sehr beschäftigt, irgendwelchen Glaubenssätze hinterher zu jagen, dass wir gar keine Zeit mehr haben, diese zu prüfen. Ist das wirklich alles wahr?

Aus Glaubenssätze werden Realitäten

Die meisten Glaubenssätze entwickeln sich in den ersten acht Lebensjahren. Manche sind Teil der Erziehung, andere sind Teil durch Missverständnisse. Kleine Kinder können noch nicht urteilen, ob die Erwachsen etwas ernst meinen oder nicht. Kinder können das nur als bare Münze nehmen und glauben es. Und damit entwickelt jeder Mensch im Laufe seines Lebens einen eigenen Satz an Glaubenssätze ohne jemals zu prüfen, ob das alles wirklich wahr ist. 

Was sind deine Glaubenssätze? Du bist nicht gut genug? Du bist es nicht wert? Deine Stimme zählt nicht? Du bist zu laut? Deine Nase ist zu krumm? Du isst das falsche? Ohne Beziehung kannst du nicht glücklich sein? Geld muss man sich hart erarbeiten?Hast du dir deine Glaubenssätze schon einmal näher angeschaut? Sind die wirklich wahr?

Natürlich fallen dir jetzt viele, viele Beispiele ein, dass sie wahr sind. Schließlich sind sie mittlerweile zu deiner Realität geworden. Du siehst die Welt durch deine Glaubenssätze wie durch Filter. Dein Gehirn richtet automatisch seine Aufmerksamkeit darauf, dir diese Glaubenssätze immer und immer wieder zu bestätigen. Es ist einfach deine Realität, dass es so ist.

Aber wie wäre es, wenn du einmal anfängst zu schauen, wann sich die Glaubenssätze nicht bestätigt haben. Ist denn schon einmal das Gegenteil eingetreten? Wann warst du genug? Wann bist du es wert? Wo hat deine Stimme gezählt? Wann kam Geld auf leichtem Weg zu dir? Das zu erkennen dauert etwas länger. Das sind die Punkte, auf denen du keinen Fokus legst und sie damit nicht ganz so bewusst wahrnimmst. Aber wenn du deinen Fokus darauf richtest, findest du auch hier viele Beispiele in deinem Leben. 

Schau mal genauer hin. Verändere deinen Fokus. Du bist genug. Du bist es wert. Deine Stimme zählt. Du bist genau richtig. Du bist vollkommen. Alles ist bereits in dir. Und du musst noch nicht einmal eine Bedingung erfüllen, damit du das sein kannst – keine einzige.

Und ja, du darfst deine Glaubenssätze verändern. Schreib dir deine eigenen Glaubenssätze und verändere damit deine Realität. Hinterfrage deine Glaubenssätze. Ist es wirklich wahr? Soll es deine Realität sein? Du darfst dein Leben vollkommen frei gestalten.

Nur die Verrückten träumen groß

Und um auf das Thema zurück zu kommen. Du darfst groß träumen. Du darfst so groß träumen, wie du möchtest. Und du darfst deine Träume zu deiner Realität machen.

Es sind die Verrückten, die groß träumen. Und ja, wir müssen ein bisschen verrückt sein, weil wir mehr vom Leben wollen.

Als die Wright-Brüder vom Fliegen geträumt haben, haben ihnen mit Sicherheit viele Menschen gesagt, dass es nicht möglich ist. Sie wurden für verrückt gehalten, weil sie diesen Traum hatten, und jeder Fehlversuch war ein Beweis, dass es nicht geht. Aber in der Realität der Wright-Brüder war es möglich und somit haben sie immer weiter einen Weg gesucht bis sie fliegen konnten.

Thomas Alva Edison hatte sich zum Ziel gesetzt, eine kommerziell nutzbare Glühbirne zu erfinden. Von ihm stammt das Zitat

Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühbirne baut.

Thomas Alva Edison

Mit Sicherheit haben auch ihm Menschen gesagt, dass es nicht geht. Aber es war seine Realität, dass es funktioniert und damit hat er es nach über 1000 Versuchen geschafft, eine kommerzielle Glühbirne zu erfinden und unser aller Leben mit Licht bereichert.

Die Menschheitsgeschichte ist voll von Menschen, die groß geträumt haben. Und natürlich haben sie sich anhören müssen, dass das nicht funktioniert. Durften sich anhören, dass es verrückt ist. Aber weißt du was, diese Menschen sind für ihre Träume, Glaubenssätze und Realität eingestanden und sie haben es geschafft. Und nicht nur das, sie haben unser aller Leben damit ein kleines Stückchen verbessert.

Wir würden noch immer in Höhlen leben, wenn Menschen nicht groß geträumt hätten und all die Dinge, die wir täglich auf welche Art auch immer verwenden, erfunden hätten. Es würde schlicht keinen Fortschritt geben, wenn Menschen nicht groß träumen.

Träume größer als jemals zuvor

Ich lade dich hiermit ein, träum auch du groß, noch größer, größer als jemals zuvor. Pass deine Glaubenssätze deinen Träumen an und erschaffe dir die Realität, die du brauchst, um deine Träume Realität werden zu lassen. Du bist nicht alleine auf diesem Weg.

In dir steckt etwas einzigartiges, etwas, das anderen Menschen helfen kann. Lass es raus. Erschaffe es und verstecke dich nicht hinter Glaubenssätze, die dich klein halten. Zeig dein volles Potenzial, denn vielleicht steckt genau in dir die Lösung für die großen Probleme der Menschheit.

Dir sagen Menschen, das funktioniert nicht? Edison hat es nach über 1000 Fehlversuchen nicht geglaubt. Also glaube keinen Menschen, die es nicht selber mehr als 1000 mal versucht haben. Und selbst dann haben diese Menschen deine Einzigartigkeit nicht gehabt. Und vielleicht ist genau deine Einzigartigkeit der Schlüssel zum Erfolg deiner Träume.

Ich glaube daran, dass du größer träumen kannst als du es dir vorstellen kannst und ich glaube daran, dass du deinen Traum umsetzen kannst. Ich glaube an dich. Glaubst du auch an dich?

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